Dass der Mond eine unglaubliche Wirkung besitzt, sieht man am besten an Ebbe und Flut. Eine Ernte bei abnehmendem oder zunehmendem Mond verändert die Eigenschaften des Holzes. Ein gutes Beispiel ist der Christbaum: Manch einer verliert seine Nadeln rasch, ein anderer wiederum steht Ende Jänner noch in voller Pracht da. Wussten sie, dass früher in vielen Häusern Kamine aus Holz eingebaut wurden? Diese durften weder brennen noch glosen. Dennoch wurden sie mit Brennholz befeuert, welches gute Brenneigenschaften aufweisen musste. Dieser Kontrast ist nur mit der Einhaltung des richtigen Erntezeitpunktes möglich.

Tatsächlich ist der Wald „Natur pur“. In der Steiermark, mit einem Waldanteil von rund 60 Prozent das „grünste“ österreichische Bundesland, ist er der Endzustand der natürlichen Boden- und Vegetationsentwicklung (Hochlagen über der Waldgrenze, Moorlandschaften und Gewässer ausgenommen). Das bedeutet: Alles, was heute nicht Wald ist, wurde einmal gerodet. Wir wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass der Wald ganzheitlich zu betrachten ist, dass er viel mehr ist als ein bloßes Mittel zur Holzgewinnung: Er ist ein beliebter Freizeit- und Erholungsraum, er ist natürlicher Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten, er schützt vor Erosion und Lawinen, er ist als großer Sauerstoffproduzent wichtig für unser Klima, er liefert erneuerbare Energie und schafft Einkommen.